It’s the most wonderful time of the year. Das There Are Worse Bands Festival hat endlich wieder angefangen und das bedeutet auch ich versuche wieder so oft wie möglich darüber zu berichten. Wettertechnisch war der Start nicht ganz so ideal aber eingefleischte There Are Worse Bands Festival Fans hält ein bisschen Regen natürlich nicht davon ab sich an einem Montag Abend aus dem Haus zu wagen und sich in der Hafenbar einzufinden.
Den Auftakt machte dieses Jahr Müllmaa. Der zeigte dem Publikum gleich zu Beginn des Konzerts zu was so eine Ukulele alles fähig ist. Einmal kurz aufs Overdrive-Pedal gedrückt und schon sägte dieses kleine, feine Instrument mit ganz viel Feedback durch den Raum.
So spielte Müllmaa energisch und bestimmt auf diesen vier Nylon Saiten und sang von Gott und der Welt. Gesellschaftskritisch und inspiriert vom echten Leben präsentierte er lyrische Kreationen, die mit einer solchen Intensität vorgetragen wurden, dass alle im Raum völlig mitgerissen an jeder gesungenen Silbe hingen. Auch wurde das Publikum dazu aufgefordert allfällige Ideen für Songs einfach reinzurufen. Aus diesen Wortfetzen wurden kurzerhand versucht neue Songs zu kreieren sowie nach Tipps fürs Nasenhaar trimmen gefragt.

Nebst der Punk-Ukulele hatte Müllmaa auch noch einen Metall-Kanister, der als Bass Drum benutzt wurde und ein Portachord was als Gastmusiker vorgestellt wurde. Ersterer entwickelte allerdings während dem Spielen ein Eigenleben und versuchte sich immer mal wieder von der Bühne zu verabschieden. Bei jedem Schlag mit dem Pedal rutsche er ein Stück nach vorne und wurde schliesslich mit Hilfe des Publikums nochmal richtig fest geklebt nur um sich am Schluss endgültig von der Bühne zu stürzen.
Nach dieser lauten, aufgewühlten Darbietung kamen Dom Beech auf und neben die Hafenbar Bühne und nahmen das Publikum mit an eine, vielleicht ein bisschen bessere Welt. Zwei Gitarren, zwei Stimmen und ebenfalls eine Bass Drum (eine weniger eigenwillige) bildeten den Rahmen für Songs mit denen man sich an irgendwelche abgelegene Orte träumen und vergessen konnte, dass heute ja nur ein ganz gewöhnlicher Montag war.

Das Duo aus Nidwalden hatte Songs mit virtuosen Gitarrenläufen und wunderschönen Gesangsharmonien im Gepäck und wusste ganz genau wie sie ihr Publikum zum tanzen und mitsingen animieren konnten. Mit viel Talent und viel Humor hatten die zwei die Hafenbar völlig im Griff und liessen sich auch von einer rausgeflogenen Sicherung nicht aus dem Konzept bringen.
Die Bude war voll, die Stimmung war ausgelassen, alles in allem also ein gelungener erster There Are Worse Bands Festival Abend. Man darf gespannt sein was das Festival die restlichen zwei Wochen sonst noch zu bieten hat.
Morgen kann man hier dann nachlesen wie das zweite Konzert des Festivals heute Abend war, mit Ginger and The Alchemist (Solo) und Lilo im Neubad.