Hey Leute! Der Pogo ist zurück! Oder war er gar nie weg? Vielleicht war ich auch einfach schon zu lange nicht mehr an tatsächlichen Rock Konzerten. So oder so war am 5. There Are Worse Bands Festival ziemlich was los. Publikums- wie auch Bandtechnisch.
Den Auftakt machte Fear of Pussy, die zu dem Zeitpunkt noch Janine & The Blacks hiessen. Wer sich gedacht hatte «ein Ticket für das There Are Worse Bands Festival im Vorverkauf? wer macht den sowas?» der wurde bitter enttäuscht. Denn schon nach sehr kurzer Zeit war die Bude voll. Zurecht, denn für Fear of Pussy (FKA Janine & The Blacks) lohnte es sich so was von genug früh in die Gewerbehalle gekommen zu sein. Genreübergreifende Songs die punkig und roh waren aber auch ausgeklügelt und komplex und immer mit einer gewissen Dringlichkeit, sodass man einfach nicht weghören konnte. Zum Schluss beschlossen die fünf dann noch gleich jetzt ihren Bandnamen zu ändern und ich hoffe mal ich habe den Namen richtig verstanden.

Nach dieser Wucht waren Mulldrifter an der Reihe und die drehten die Verstärker nochmal ein bisschen mehr auf. Es wurde in bester Grunge Manier brachial auf die Instrumente eingedrescht und die Emotionen übers Mikrofon in den Raum geschrien. Es blieb allerdings nicht nur bei diesem altbewährtem Rezept. Mitten im Konzert wurden die Instrumente gewechselt, der Drummer mit der Schlagzeugerin von Fear of Pussy (FKA Janine & The Blacks) ausgewechselt und ein Sänger auf die Bühne geholt. Ab dann wurde die Intensität noch einmal hochgeschraubt. Schnelle Beats, harte Riffs und ein energischer Gesang, liessen das Publikum sprachlos zurück.

Zum Schluss waren dann Horny Dolphins bereit die Hütte endgültig abzureissen und das Publikum war bereit ihnen dabei zu helfen. Die Band war eine unerschöpfliche Quelle von Energie. Die Songs waren laut, schnell und dreckig und peitschte das Publikum immer weiter in eine Raserei die in wildem Pogo endete. Horny Dolphins hatten alles mögliche in ihrem Repertoire. Mal ein bisschen funkig, mal ein bisschen garage-rockig, dann wieder schnelle upbeats, die mit der Posaune zusammen nach gutem alten 3rd Wave Ska klangen. Sie hatten das Publikum im Griff und das wussten sie auch. So entliessen die fünf Musiker die Masse nach einem intensiven Konzerterlebnis zurück in die Nacht mit mindestens einem blauen Fleck.

Als nächstes gibt’s gleich nochmal die volle Ladung Rock Musik. Jezebel The Man im Meyers. Fc. Kleinstadt und Sir Donkey’s Revenge im Bruch Brothers. Und falls es keinen schlimmen Pogo Unfall gibt, wird morgen hier darüber berichtet.