Da es sich heute wieder um einen Gemeinschafts-Bericht handelt, dürfen wir den Spruch mit dem Wetter nochmals bringen (Marc hat sein Kontingent ja schon aufgebraucht). Also dann: Der Sonntag präsentierte sich dem Motto des Anti-Kater-Moshs würdig und zeigte sich nass und grau. Wir wollen jetzt hier nicht so weit gehen und behaupten, das TAWB OK hätte sogar das Wetter dem Festival angepasst, aber meinen könnte man es.

Um 15:00 Uhr machten den Auftakt im Sedel dann Jabar. Der Mix aus Stoner und Post Progressive Rock passte perfekt zu den verkaterten und noch etwas müden Menschen, die sich in den Sedel wagten und hüllten die Leute in wohlige Soundsphären, mal laut, mal leise und erweckten sie langsam wieder zum Leben. Ein perfekter Auftakt für den Sonntag Nachmittag.
Um ca. 16:00 Uhr stürmten die Herren von Hydrahog die Bühne und leisteten ihren Beitrag zum kollektiven Weckdienst. Mit ihrem Mix aus verschiedensten Metal-Genres powerten sie ganz schön drauf los und wenn das Publikum bei Jabar noch wohlig mitwippte, waren jetzt bereits die ersten Haare in der Luft und die Glieder wurden aufgewärmt (man will sich an so einem Nachmittag ja schliesslich keine Zerrung holen).
So war der Sedel dann auch ready für Days of Ruin. Und man man man, was kam denn da? Was die Band an diesem Nachmittag auf die Sedel Bühne brachte war reine Energie pur vom ersten bis zum letzten Ton. Die Band spielt klassischen Metalcore mit Einflüssen von Death Metal (ich hörte da teilweise In Flames aus der Zeit von 94 bis 99 raus) und anderen Genres. Die Band hatte das Publikum von Anfang an im Griff und still stehen war nun wirklich keine Option mehr. Was für eine Energie! Wer nach diesem Auftritt noch immer verkatert war, der war am Abend zuvor an der Party des Jahrhunderts!

Etwas nach 18:00 Uhr war es dann auch schon Zeit für die letzte Band des Abends. Sin Imperio (neu mit einem „Sin“ im Namen) betraten die Bühne und übernahmen die aufgewärmte Meute dankend und mit einer Leichtigkeit. Die Band zimmerte dem Sedel ihre Mischung aus Hardcore, Metal und Punkrock um die Ohren. Alles in spanisch, aber das machte für mich keinen Unterschied, sind wir ehrlich: Wegen der Verständlichkeit der Vocals gehe ich ohnehin nicht an Hardcore Konzerte. Die Band gab nochmals alles, der Sänger strotzte nur so von Energie und die Band vermochte das Publikum in kürze von sich zu überzeugen. Auch wenn dieses nun langsam aber sicher etwas müde geworden zu sein scheint. Es war aber auch ein langer Nachmittag an diesem Sonntag. Aber was für einer! Die Anti-Kater-Moshs mausern sich langsam aber sicher zu meinen Favoriten der TAWB Fetivals.
Heute geht’s dann etwas ruhiger in die zweite Festivalwoche. Um 19:30 Uhr spielen Don Friso und Mehltau im Bourbaki. OH YEAH!