TAWB 23 TAG 13: MaVie / Rob Moir / Preamp Disaster / Carson


Kaum hat das Festival begonnen ist es auch schon wieder zu Ende. Aber das There Are Worse Bands Festival hatte zum Abschluss noch ein paar Asse im Ärmel, damit der letzte Abend nochmal richtig unterhaltsam wurde.

Man musste sich an diesem letzten There Are Worse Bands Festival Tag schon ziemlich früh aus der wohlig warmen Wohnung schälen um sich im Old Town Record Store auf das Finale einzustimmen. Natürlich lohnte sich das allerdings so wie immer voll und ganz. Um 15:00 Uhr stimmten MaVie die Anwesenden mit wunderschönen Folk Songs, die sie mit grossartigen Stimmharmonien unterlegten auf den letzten Festival Tag ein. Begleitet von Gitarren-, Geigen- oder einfach nur Klatschgeräuschen nahmen die zwei den Old Town Record Store mit auf einen Waldspaziergang, eine Autofahrt durch Island oder ins Spanien des 15. Jahrhunderts.

Nach dieser eher traditionellen Auslegung der Folkmusik zeigte Rob Moir wie man das Genre ein bisschen moderner angeht. Ebenfalls begleitet von Gitarren- und zum Schluss noch von Schnippklängen erzählte der Kanadier Geschichten von Jobs in Plattenläden (passend zu der Location), Beziehungen zu Personen aus dem französischen Teil von Kanada oder vom Leben als tourender Musiker. Diese Geschichten erzählte er erfrischend ehrlich, ohne Schnörkel und frisch von der Leber weg.

Nach dem man diesen beiden Konzerten im heimeligen Old Town Record Store gelauscht hatte, tiefenentspannt war und noch ein bisschen in der Plattenauslage gestöbert hatte, konnte man sich auf den langen Weg, die Strasse hoch in die Jazzkantine machen. Dort wurde einem statt sanfte Gitarrenklänge harte Riffs und schnelle Schlagzeugbeats um die Ohren gewindet. Preamp Disaster machten den Auftakt und gaben gleich mal schnell den Tarif durch. Songs die eine Mischung aus diversen Musikstilen perfektionierten und mit mal lautem und mal leisem Gesang unterlegten. Die Jazzkantine bete und das Publikum jubelte und feierte das Finale eines erneut, grossartigen Festivals.

Den Abschluss machten dann Carson, die dem ganzen nochmal eine Schippe drauf legten. Es waren schnelle, harte Songs mit den Stoner Stilelementen die man erwarten würde aber auch mit unerwartet, melodiösen Zwischenteilen. Die Drei Musikerinnen hatten gefühlt Energie zum verschwenden (was man vom There Are Worse Bands Festival Team nicht mehr behaupten konnte). Auch wenn es schon ziemlich laut war im Jazzkantinen-Keller kamen trotzdem die Forderungen vom Publikum noch lauter zu spielen. Dem kamen Carson natürlich gerne nach und drehten noch einmal richtig auf und fackelten ein, einem Finalabend würdigen, musikalisches Feuerwerk auf der Bühne ab.

Das war es also für dieses Jahr mit dem There Are Worse Bands Festival und es war wieder einmal ein voller Erfolg. Jeden Abend (oder naja fast jeden Abend) gab es berauschende Konzerterlebnisse. Man konnte neues entdecken und altbekanntes wieder neu lieben lernen. Das There Are Worse Bands Festival hat es durch seine Liebe zur Musik und den Musikerinnen, die diese Musik machen, wieder einmal geschafft mit wenig etwas grosses zu kreieren. Jetzt bleibt mir nur noch wieder mal richtig auszuschlafen und mich aufs nächste Festival zu freuen. Nächstes Jahr wird es dann das zehnjährige Jubiläum und man darf gespannt sein was den Veranstalter als nächstes einfällt.


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