Der 10. Tag des There Are Worse Bands Festivals und mit Schrecken musste ich feststellen, dass das Wetter in den Erlebnisberichten, bis jetzt noch viel zu wenig erwähnt worden ist. Kälte und sogar Schnee halten das There Are Worse Bands Publikum natürlich nicht davon ab sich an einem Mittwochabend auf den Weg in die Bar 59 zu machen. Es wurde aber auch reichlich belohnt dafür. Mit zwei ziemlich verschiedenen Bands.
Zuerst war The Wolve’s Cave auf der Bühne. Auch wenn es ihr (mehr oder weniger) erstes Live-Konzert war beherrschte die, vor 3 Jahren gegründete Band, das Mitreissen des Publikums schon voll und ganz. Da wurde mitgeklatscht, mitgetanzt und vor Begeisterung gejohlt. Musikalisch hatten die vier Musiker:innen auch einiges zu bieten. Eingängige Rocksongs mit Gitarrensoli, treibenden Bässen und der fesselnden Stimme von Steffi Bieri. Da konnte man gar nicht anders als mindestens mit den Füssen zu wippen.

Als nächstes begab sich Jabar auf die Bar59 Bühne. Seit 2022 hat die Band immer am There Are Worse Bands Festival gespielt und so auch dieses Jahr. Im Gegensatz zu The Wolve’s Cave waren die vier Musiker rein instrumental unterwegs. Die Songs waren vielseitig aufgebaut. Wie sie es selber auf ihrem Merch beschreiben: Mal laut, mal leise, mal lang, mal… lang. Aber auch Besucher:innen die nicht so Fans von instrumentaler Musik waren, kamen auf ihre Kosten. In der Mitte ihres Sets wurde eine Sängerin auf die Bühne gebeten, die der ganzen Dynamik von Jabar noch eine ganz eigene Stimmung verlieh. Nach dem einen Song mit Gesang verliess die Sängerin allerdings wieder die Bühne und die Band kehrte zurück zu ihrer instrumentalen Klangwelt.

Nach diesen beiden Konzerten konnte man sich zufrieden nach draussen wagen, denn es hatte auch aufgehört zu schneien. Heute geht es gleich an drei Orten weiter. Yunger im Old Town Record Store, Black Heidis und Zeny im Neubad und Dave and the Dudes und Simia Sapiens im Bruch Brothers. Die Qual der Wal.