2 Wochen There Are Worse Bands Festival gehen zu Ende und am Abschlussabend wurde die 10. Ausgabe des Festivals noch einmal richtig gefeiert.
Der Abend der Highlights begann eigentlich schon am Nachmittag. Im Old Town Record Store spielten Molly’s Lips und es war einfach nur wunderschön. Die zwei, die gestern noch bei The Hellfire Orchestra mitgespielt hatten, stimmten hier ganz andere Klänge an. Es waren ruhige und behagliche Songs gespielt von einer Akustik Gitarre und einer E-Gitarre, die die leisesten Töne von sich geben konnten. Gepaart wurden diese Songs mit nachdenklichen Texten, die in perfekter Harmonie gesungen wurden. Man wurde in eine warme musikalische Kuscheldecke gehüllt, die man dankend annahm. Da die zwei Gitarren immer mal wieder anders gestimmt werden mussten, hatten die beiden auch ganz viel Zeit, lustige Anekdoten über ihre Songs zu erzählen und in bester, britischer Manier Witze zu reissen.

Mein persönlicher Favorit war das Lied „Soldiering Through“ und nach zwei Wochen There Are Worse Bands fühlte es sich tatsächlich auch ein bisschen so an.
Die Kuscheldecke wurde einem dann in der Jazzkantine von Mamba Bites weggeblasen und durch ein paar Tanzschuhe ersetzt. Von Anfang an windete einem ein Wirbelsturm aus enormer punkiger Energie entgegen, dem man sich einfach nicht entziehen konnte. Das power-Trio aus der Romandie (und, wie sie betonten, nicht aus Frankreich) lieferten einen Punk Hit nach dem anderen ab. Schnelle Gitarren-Riffs, knackige Bässe und ein Schlagzeug, dass einem fast die Schuhe auszog.

Zum krönenden Abschluss kam dann noch Fraupaul auf die Bühne. Die hatten sich offensichtlich vorgenommen die Jazzkantine völlig abzureissen. Von Anfang an waren die drei Musikerinnen voller Energie und liessen das Publikum daran teilhaben. Fraupaul lieferten kultivierten Deusch-Punk in dem die alltäglichen Probleme, die man mit sich oder der Gesellschaft hat, behandelt wurden. Die Jazzkantine dankte es ihnen mit Jubel, Applaus, mit Mitgeklatsche und Mitgetanze. Es war ein Spektakel eines Jubiläums mehr als würdig.

Und so geht eine weitere Ausgabe des There Are Worse Bands Festival zu Ende. Zum 10. Mal das Festival die musikbegeisterte Menschen zusammen gebracht. Zum 10. Mal konnte man neue Bands entdecken, von denen man sonst vielleicht nie etwas gehört hätte. Zum 10. Mal gab es eine Plattform für Bands um sich auszutauschen und die Musikszene in der Schweiz ein bisschen miteinander zu verbinden. Und zum 10. Mal war das alles nur möglich Dank dem unermüdlichen Einsatz des There Are Worse Bands Team. Es war wie immer ein Fest und ich denke ich spreche für alle wenn ich sage, dass das There Are Worse Bands Festival für Luzern eine unmessbare Bereicherung ist.
Aber ehrlicherweise bin ich auch froh nach zwei Wochen wieder mal einen Abend zu Hause bleiben zu können. Bis (vielleicht) nächstes Jahr.