Tag 13: Andreas Hess / Caspar von Nebenan / Maple Tree Circus


Das There Are Worse Bands Festival ist vorbei und dank des unermüdlichen Einsatzes von Claude Bachmann gab es hier tatsächlich zu jedem einzelnen Konzert einen Blogeintrag! Jubel!

Ich wurde letztens auf dieses Video aufmerksam gemacht und habe es seit dem nicht mehr vergessen können.

Es fühlt sich an als wäre es eine halbe Ewigkeit her als Daniel Korber mit den Worten: „drücket 1-7-5“ das There Are Worse Bands Festival eröffnet hatte. Zwei Wochen und 29 Konzerte später gingen alle auf dem Zahnfleisch, sogar die Bands.

Andreas Hess war an diesem Abend in der Gewerbehalle der einzige der nicht auf die eine oder andere Weise angeschlagen war (oder er liess es sich einfach nicht anmerken). Die drei Musiker (Andreas Hess hatte noch einen Bassisten und einen Schlagzeuger dabei, die aber anonym blieben) spielten Songs die wohl vielen aus der Seele sprechen. Er habe Songs, die entweder von Herzschmerz oder Alkohol handeln, meinte er zu Beginn aber es waren auch politische Songs dabei und auch schwierige Beziehungen zu ehemaligen Mitbewohner:innen wurden behandelt. Immer auf diese selbstironische, unterhaltsame die-Ärzte-Art konnte man sich richtig in die Songs reinfühlen. Man wollte schon fast selber zu Tabea sagen sie solle endlich mal die Fresse halten und man überlegte sich die Beine zu rasieren wegen des Luftwiderstandes.

Caspar von Nebenan war dann fast ein bisschen ein Kulturschock. Fünf potenzielle Jazz-Student:innen hatten sich in der Gewerbehalle positioniert. Mit Geige, Kontrabass, Akkordeon, E-Bass und Schlagzeug spielten sie traditionelle Lieder auf eine moderne Art und Weise. Ihr Set mussten sie kurzerhand ein bisschen umstrukturieren, da Kontrabassistin und Sängerin Lia Neff ihre Stimme nur eingeschränkt nutzen konnte. So musste ihr Bruder Dimitri ein bisschen mehr den Leadgesang übernehmen, es wurde kurzerhand der grösste Fan aus dem Publikum für einen Song rekrutiert und sich einfach ein bisschen mehr auf den instrumentellen Teil ihrer Songs konzentriert. Trotz alle dem spürte man die jugendliche Frische, Unbeschwertheit und Leidenschaft in ihren Liedern.

Laut eigener Aussage völlig verkatert waren dann Maple Tree Circus der offizielle Schluss-Act des There Are Worse Bands Festivals. Den Kater merkte man den vier Musikern aber so gut wie gar nicht an. Hin und wieder ein Grinsen während den Songs liess darauf schliessen, dass etwas nicht ganz so wie geprobt gespielt worden war aber das hörte man als normaler Zuhörer überhaupt nicht. Das Folk/Bluegrass Quartett spielten mal sehnsüchtige, mal freudige Songs, immer mit einem leichten Südstaaten-Twang und einem Augenzwinkern. Die Stimmharmonien der vier zeigte auch, wie sehr sie ein eingespieltes Team sind und was ein Jahrzehnt an Bühnenerfahrung ausmachen kann.

So ich bin fertig für dieses Jahr, vielen Dank There Are Worse Bands Festival, dass ihr meine schlechten sozialen Umgangsformen fast jeden Abend ausgehalten habt und vielen Dank für das grossartige Programm. Ich mach jetzt erst mal ein ausgedehntes Nickerchen. Bis nächstes Jahr ❤


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