TAWB 24 TAG 1: Saubär / Tobi Gmür


10 Jahre There Are Worse Bands Festival. Kaum zu glauben aber das There Are Worse Bands Festival lässt sich sein Alter nicht anmerken sondern ist auch nach 10 Jahren frisch wie eh und je. Der Auftakt des Festivals war eines Jubiläums mehr als würdig. Hochstehende musikalische Darbietungen und eine, bis zur feuerpolizeilichen Kapazität gefüllte, Hafenbar. Und das an einem Montagabend. So werden 10 Jahre richtig gefeiert.

Zum zehnten Mal findet das There Are Worse Bands statt und wenn ich richtig gezählt habe versuche ich zum fünften mal das Erlebte in Worte zu fassen. Das Erlebte in Worte zu fassen machte einem Saubär allerdings ziemlich schwer. Sie lieferten zwar gleich zu Beginn selber eine Bezeichnung für Ihre Musik: «Wie ein Hieronymus Bosch Gemälde wenn es im Art Brut Stil gemalt wäre». Da konnte man aber natürlich hinein interpretieren was man wollte. Grundsätzlich war das Duo roh und heftig. Joy Division in Mundart. Definierende Basslinien, getriebene Drummachine Beats aus dem Sampler und Texte die einem in die Existenzkrise trieben. Von Teufeln und Engeln über «feini Leberli» wurden die Texte in einer solchen Dringlichkeit vorgetragen, dass das gesamte Publikum in einen Bann gezogen wurde. Hypnotisiert von den Worten, den Beats und den Bässen entliess Saubär das Hafenbar Publikum in die Umbaupause mit dem Wissen, dass es sich nicht um Peter Sauber oder Käpt’n Blaubär gehandelt hatte sondern um Saubär.

Saubär

Nach dem Tobi Gmür die Nebelmaschine ein paar Mal betätigt hatte und die voll gestopfte Hafenbar in Rauch gehüllt hatte begab er sich zunächst allein auf der Bühne. «Es esch es Züüg» anstimmend hatte er alle Anwesenden gleich in der Tasche und nachdem Balz Luginbühl (Kontrabass) und Domi Meyer (Schlagzeug) noch dazu gekommen waren konnte sich wirklich niemand mehr auf den Stühlen halten. Die drei Musiker nahmen das Publikum mit von Bern nach Winterthur und schlossen mit Sincerely Yours T. Gmür ab. Zu recht ist Tobi Gmür «world famous in his home town» (auch wenn dieses Album gekonnt im Set ausgelassen wurde) und wie es sich für weltberühmte Musiker gehört wurde richtig abgeliefert. Nicht einmal ein davon rutschendes Podest brachte die drei aus dem Konzept. Melancholisch und doch hoffnungsvoll waren die Songs und so hinterliess Tobi Gmür auch nach einer Zugabe das Hafenbar Publikum.

Die Jubiläumsausgabe des There Are Worse Bands ist also in vollem Gange und hält noch ganz viele Highlights bereit. Heute geht es zum Beispiel weiter in der Raviolibar mit Maple Tree Circus und im DB Public House mit Dani Korber und Knopf.


Eine Antwort zu “TAWB 24 TAG 1: Saubär / Tobi Gmür”

Hinterlasse eine Antwort zu Claude Antwort abbrechen